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Spannender Fachtag: „Soziale Räume miteinander gestalten“
Am Fachtag am 26. Februar im Wichern-Saal auf dem Stiftungsgelände nahmen Mitarbeitende der Eingliederungshilfe vieler Träger teil sowie Studierende der Sozialen Arbeit.
Bestmögliche Lebensqualität für Menschen mit Behinderung
Der Begriff Sozialraum bezeichnet in der Sozialen Arbeit die Wechselwirkung zwischen lokalen Gegebenheiten und gesellschaftlichen Aspekten. Die zentrale Frage, mit der sich der Fachtag beschäftigte: Was können wir tun, um sozialräumliche Teilhabe zu verbessern? Im Diskurs um die Gestaltung von Lebenschancen von Menschen mit Behinderung finden sich dazu vielfältige Ansätze.
Während Menschen mit Behinderung früher eher defizitorientiert betrachtet wurden und sich ihrer Umwelt weitgehend anpassen mussten, wird heute in der individuellen Assistenz der Mensch in den Mittelpunkt gestellt sowie dessen sozialräumliche Ressourcen. Das heißt, dass die vorhandenen geografischen und gesellschaftlichen Strukturen bestmöglich genutzt und weiterentwickelt werden sollen, damit der Alltag gelingt und eine hohe Lebensqualität gewährleistet ist.
Impulsvorträge liefern Grundlage für Workshops
Dr. Anneke Wiese von der Evangelischen Hochschule für Soziale Arbeit & Diakonie und Dr. Anna Meins, Fachreferentin Eingliederungshilfe beim Sozialkontor, hielten einleitende Impulsvorträge zum Thema. Darin boten sie eine fachliche Einordnung und erklärten die rechtlichen Rahmenbedingungen. Darauf folgten drei Workshops für die rund 80 Teilnehmenden der Veranstaltung, in denen sie sich mit den folgenden Fragen befassten: Wie gelingt die Gestaltung sozialer Räume? Wie kann hierbei die Partizipation von Menschen mit Behinderung initiiert und umgesetzt werden? Welche Chancen bestehen in einer bereichsübergreifenden Netzwerkarbeit? Welche Barrieren gibt es und wie können diese überwunden werden?
Es entstanden angeregte Diskussionen, und es wurden viele wertvolle Ideen miteinander entwickelt. Die Veranstaltung zeigte eindrücklich, wie wichtig die trägerübergreifende Zusammenarbeit in Bezug auf die Weiterentwicklung von Teilhabe ist.

Ulrike Stelljes, Stiftungsbereichsleiterin TmA (Mitte) und Michael Wild (l.), Mitglied der Geschäftsleitung des Sozialkontors, stellen sich vor.

Dr. Anna Meins vom Sozialkontor (l.) und Dr. Anneke Wiese von der Ev. Hochschule für Soziale Arbeit & Diakonie